Basaler-Erlebnis-Unterricht für das Fach Mathematik
Unterschied zwischen der Bilderbuchreihe im Fach Mathematik und dem Basalen-Erlebnis-Unterricht – Stationen
Die Bilderbuchreihe und der Basale-Erlebnis-Unterricht – Stationen ergänzen sich und können aufeinander aufbauend eingesetzt werden. Dabei haben beide Unterrichtsformen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Materialien für den Basalen-Erlebnis-Unterricht – Stationen und bilderbuchreihe befinden sich derzeit noch im Aufbau und sind noch nicht vollständig verfügbar.
Die Bilderbuchreihe im Fach Mathematik vermittelt mathematische Inhalte durch Bilder, eine Rahmenhandlung und passende Wahrnehmungsangebote. Mit Max erleben die Schülerinnen und Schüler mathematische Begriffe aus ihrem Alltag, wie kurz und lang, leicht und schwer, eckig und rund sowie verschiedene Formen. Die kurze Geschichten schafft einen verständlichen und motivierenden Zugang zu den mathematischen Inhalten.
Die Bilder und Wahrnehmungsangebote laden zum Betrachten, Fühlen, Vergleichen und handelnden Erleben ein. Die mathematischen Begriffe werden dabei mit konkreten Gegenständen und Alltagserfahrungen verbunden.
Auf jeder Seite befindet sich zusätzlich ein Kasten mit methodischen Überlegungen und den benötigten Materialien. Das Bilderbuch steht als bearbeitbare PowerPoint-Präsentation zur Verfügung und kann individuell angepasst werden. Die Texte können beispielsweise für die Präsentation an der digitalen Tafel ausgeschnitten werden, sodass die Schülerinnen und Schüler ausschließlich die Bilder betrachten.
Die vollständige PowerPoint-Präsentation mit den Texten kann von der Lehrkraft ausgedruckt, laminiert und mit einer Ringbindung als Bilderbuch zum Vorlesen und gemeinsamen Erleben genutzt werden.
Basaler-Erlebnis-Unterricht – Stationen
Erzählperspektive
Die Lehrperson übernimmt die Rolle des Protagonisten und führt die Schülerinnen und Schüler durch die Geschichten. Die Geschichten dienen dabei als Stimmungsrahmen und werden frei erzählt, nicht abgelesen.
Aufbau der Geschichten
Die Geschichten bestehen aus variablen Bausteinen, die an Zeit und Schülerschaft angepasst werden können. So können aus einer Geschichte mehrere Unterrichtsstunden entstehen.
Die Geschichten beginnen und enden mit dem Protagonisten und werden teilweise durch Filme und Wahrnehmungsangebote ergänzt. Die Schülerinnen und Schüler können mathematische Inhalte wie Formen, Körper sowie kurz und lang mit unterschiedlichen Materialien sinnlich erfahren, erkunden und mit Unterstützung selber gestalten.
So werden mathematische Inhalte auf basaler Wahrnehmungsebene erfahrbar gemacht.
Sekundarstufe
Impressionen aus dem Basalen-Erlebnis-Unterrichts im Fach
Mathematik








Auszüge aus den Unterrichtsvorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang Geistige Entwicklung
Raum, Form und Größen
Die Wahrnehmung des eigenen Körpers in Beziehung zum umgebenden Raum und darauf aufbauend die Raumvorstellung und Raumorientierung sind grundlegend für die Erschließung der Umwelt. Auf der Grundlage konkreter Erfahrungen bauen Schülerinnen und Schüler räumliche Vorstellungsbilder auf und nutzen sie zur Orientierung im Raum. Sie entwickeln eine Vorstellung von geometrischen Formen und Körpern mit ihren unterschiedlichen Merkmalen und ordnen diese einander zu, benennen, konstruieren und zeichnen sie. Die zugehörige Fläche, Umfang und Rauminhalt bestimmen, vergleichen und berechnen sie. Operationen wie Zusammensetzen, Zerlegen, Umformen, Spiegeln, Drehen führen die Schülerinnen und Schüler mit ebenen Figuren und Körpern aus.
Größen und Messen
Die Arbeit mit Größen basiert auf der Idee des Messens. Durch den Um-
gang mit unterschiedlichen Repräsentanten entwickeln die Schülerinnen
und Schüler tragfähige Größenvorstellungen im Sinne von Stützpunktvor-
stellungen und nutzen diese zum Schätzen. Erst diese erworbenen Größen-
vorstellungen bilden eine tragfähige Grundlage für das weiterführende
Rechnen mit Größen.
Ein sicherer Umgang mit Größen trägt zu einer selbstständigen Alltagsbe-
wältigung bei. Der Kompetenzaufbau in diesem Bereich bietet vielfältige An-
lässe zu fächerübergreifendem Unterricht (insbesondere zur Berufsorientie-
rung und zum gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Unterricht) und ist
eng mit den Bereichen Raum und Form sowie Zahlen und Operationen ver-
zahnt.
Schwerpunkte sind:
• Raumorientierung und Raumvorstellung
• Geometrische Formen und Körper
• Operationen mit ebenen Figuren und Körpern
• Zeit
• Geld
• Gewichte
• Rauminhalte
-
Längen
Mathematik ist ohne Darstellungen nicht (be-)greifbar. Daher kommt der Darstellung durch die sinnlich-wahrnehmende (basal-perzeptive), aktiv handelnde (enaktive), bildlich-darstellende (ikonische) und begrifflich-abstrahierende bzw. reflektierende (symbolische) Ebene eine besondere Be-Deutung zu. Das E-I-S-Prinzip erfährt hier eine Erweiterung um die basal-perzeptive Aneignungsebene. Ein Wechsel bzw. die Kombination von Lern-angeboten innerhalb der einzelnen Aneignungsebenen (intramodaler Transfer) sowie zwischen den verschiedenen Aneignungsebenen ist für den Lernprozess wichtig und erleichtert den Zugang zu mathematischen Inhalten. Für den Erwerb eines tiefergehenden Verständnisses der Darstellungsebenen ist die sprachliche Begleitung von mathematischen Handlungen von großer Bedeutung. Jegliche (mathematische) Handlungen sollten durch die Lehrkraft und möglichst durch die Schülerin oder den Schüler mit einfachen Sprachmitteln sowie grundlegendenmathematischen Begriffen sprachlich begleitet werden. Dieses Vorgehen bietet der Schülerin oder dem Schüler die Möglichkeit, durch das Versprachlichen der eigenen Handlungen den mathematischen Zusammenhang zu verinnerlichen. Das handelnde Lernen an konkreten Gegenständen und in lebensweltbezogenen Kontexten unterstützt Schülerinnen und Schüler darin, unmittelbare, direkte Lernerfahrungen zu machen. Die aktive Auseinandersetzung mit Lerninhalten und konkrete Erfahrungen können helfen, abstraktere Denkleistungen anzubahnen.
(*1, Seite 25,*1) Unterrichtsvorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang Geistige Entwicklung an allen Lernorten in Nordrhein-Westfalen Aufgabenfeld Mathematik)
*1) Unterrichtsvorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang Geistige Entwicklung an allen Lernorten in Nordrhein-Westfalen Aufgabenfeld Mathematik
*2 Beispiel für einen schulinternen Lehrplan für eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Aufgabenfeld Mathematik
Mathe
Land NRW
Seite 25
Schulint. LP Mathematik (steht neben den Unterrichtsvorgaben)
DOCX, 252,68 KB
Seite 99 / Schwerpunkt Länge
Seite 109 / Schwerpunkt Länge








